25.03.2010

Eingestellt – kurzfristig abgesagt: Ein neuer Trend unter Bewerbern

Abteilung: Personal
plietsch & flietig Agentur für Personal
Dennis Timmlau
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Eingestellt – kurzfristig abgesagt: Ein neuer Trend unter Bewerbern

Sie entscheiden sich für einen neuen Mitarbeiter und möchten, dass dieser gut vorbereitet in seinen ersten Arbeitstag startet. Sie erstellen Einarbeitungspläne und übermitteln diesen mit umfangreichem Informationsmaterial vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn – schließlich waren Sie in den Gesprächen positiv verblieben. Der Tag der Arbeitsaufnahme naht, doch plötzlich erhalten Sie statt des unterzeichneten Arbeitsvertrages eine Absage. Um keine unnötigen Gespräche zu führen, vorzugsweise per Email. Wie kann sich ein Unternehmen diesbezüglich zur Wehr setzen? Wie sieht die Rechtslage aus? Bewerber, die schriftlich oder mündlich auf das Arbeitsverhältnis eingehen, müssen – rechtlich gesehen – den ersten Arbeitstag antreten und können erst dann innerhalb der Probezeit mit der üblichen Frist von zwei Wochen kündigen. In solchen Absagefällen wird häufig argumentiert, man habe ja nichts unterschrieben. Das Zustandekommen eines Arbeitsvertrages ist jedoch nicht von dessen Schriftform abhängig. Der Arbeitgeber könnte also den Mitarbeiter auffordern, am vereinbarten Arbeitsbeginn zu erscheinen, da er sich ansonsten vertragswidrig verhält. Doch in der Praxis wird dies kaum durchsetzbar sein, denn welches Unternehmen möchte einen unmotivierten Mitarbeiter? Wie kann man diese Situation also vermeiden? Der Arbeitgeber könnte mit den Bewerbern ein Kündigungsverbot vor der Arbeitsaufnahme vereinbaren. Solche Regelungen sind grundsätzlich zulässig, jedoch ist auch hier die Durchsetzung mit Imagerisiken behaftet. Zumeist überwiegt der Ärger über erneute Ausschreibungskosten. In dem Fall macht sich der Einsatz von Personalberatungen bezahlt. Meist muss hier eine Vergütung erst ab Arbeitsaufnahme gezahlt werden. Bei einer frühzeitigen Trennung können Nachbesetzungsvereinbarungen ohne Zusatzkosten geschlossen werden. So wird nicht nur die gesamte aufwendige Personalsuche, sondern auch das Risiko bei einer kurzfristigen Absage minimiert und auf die Dienstleister verlagert.

Für weitere Infos zum Thema stehen wir Ihnen gern zur Verfügung!

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