7.01.2011

Die Unterstützungskasse als optimales Instrument für Leistungsträger

Abteilung: Versicherungen
MIELKE Versicherungsmakler-Immobilien AG
Frank Mielke
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Die Unterstützungskasse als optimales Instrument für Leistungsträger

Leitende Angestellte und Gesellschafter-Geschäftsführer verfügen sehr oft über überdurchschnittliche Einkünfte. Der damit verbundenen höhere Bedarf in der Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung kann sehr effektiv über eine rückgedeckte Unterstützungskasse als ein Durchführungsweg in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) umgesetzt werden. Dabei werden auch hohe Zusagen steuerlich gefördert. Die Unterstützungskasse wirkt sich dabei beim Arbeitgeber bilanzneutral aus.

Welches sind die Vorteile einer Unterstützungskasse?

Grundsätzlich wird die Unterstützungskasse steuerlich genau wie die unmittelbare Pensionskasse behandelt und gefördert. Auch hier findet in der Anwartschaft kein steuerlicher Zufluss statt. Die Pensionszusage muss jedoch im Gegensatz zur Unterstützungskasse in der Bilanz ausgewiesen werden. Darauf möchten die Arbeitgeber oft verzichten. Das ist mit der Unterstützungskasse kein Problem. Hier wird das Versorgungsrisiko auf einen externen Träger ausgelagert.

Was ist eine rückgedeckte Unterstützungskasse und wie funktioniert sie?

Grundsätzlich sind Unterstützungskassen rechtsfähige Versorgungseinrichtungen, welche überwiegend als eingetragene Vereine geführt werden. Dabei gibt es Einzelunterstützungskassen, welche von einzelnen Arbeitgeberunternehmen zur Versorgung ihrer eigenen Mitarbeiter gegründet wurden und Gruppenunterstützungskassen. Diese werden in der Regel von Versicherungsunternehmen für mehrere Arbeitgeber gegründet. Diese stellen gerade für kleinere und mittlere Unternehmen eine attraktive Möglichkeit dar, diesen Weg der bAV im Betrieb durchzuführen.

Der Arbeitgeber hat dabei grundsätzlich die Wahl, wie die einzelne Zusage an den Mitarbeiter ausgestaltet wird. Er kann beispielsweise eine reine Rente in Höhe von x Prozent des letzen Gehaltes oder einen Betrag in Höhe von x Prozent für die Finanzierung der Versorgung bestimmen.
Der Versorgungsberechtigte erhält keinen direkten Rechtsanspruch gegenüber der Unterstützungskasse. Kann eine Unterstützungskasse beispielsweise aufgrund fehlender Mittel nicht leisten, hat der Arbeitnehmer einen Anspruch gegenüber seinem Arbeitgeber. Dieser haftet, wie bei allen Durchführungswegen in der betrieblichen Altersvorsorge, für die zugesagten Leistungen. Zur Finanzierung der späteren Versorgungsleistung schließt die Unterstützungskasse eine kongruente Rückdeckungsversicherung ab. Die Unterstützungskasse unterliegt der gesetzlichen Insolvenzpflicht. Der Arbeitgeber muss Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) leisten.

Wichtig: Bei beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern (GGf) greift diese gesetzliche Insolvenzpflicht nicht. Damit entfällt die Beitragspflicht zum PSV. Grundsätzlich sollte deshalb der Anspruch aus der Rückdeckungsverpflichtung an den GGF bzw. an seine Hinterbliebenen verpfändet werden. Das gilt auch für Minderheitsgesellschafter-Geschäftsführer. Diese werden sehr oft zu einem späteren Zeitpunkt beherrschend. Das ist sehr oft bei Familienunternehmen der Fall, wenn der Betrieb auf die nachfolgende Generation übertragen wird. Fatal wenn dann im Insolvenzfall keine Verpfändung vorliegt.

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